| Die coverinfo.de-Redaktion hat ein paar neue Grundsätze für die Eintragung von Songs in die Datenbank beschlossen. | |
| Songdownloads (insbesondere MP3) | |
| Bisher galt für die Eintragung von Cover-Versionen in die Datenbank, dass diese auf einem Tonträger (z. B. CD oder Vinyl) oder auf einem Bild- und Tonträger (beispielsweise Videokassette oder DVD) offiziell veröffentlicht worden und mindestens in limitierter Auflage im Handel erhältlich gewesen sein mussten. Ausnahmen von dieser Regel waren möglich für Songs, die von den Künstlern im Internet veröffentlicht wurden, zum Beispiel als MP3-Dateien, wenn diese Songs einen hohen Bekanntheitsgrad haben, weil sie beispielsweise von einigen Radiosendern gespielt wurden. | |
| Die Beschränkung auf diese Ausnahme sollte zwei Zwecke erfüllen: Zum einen sollte sie den Kreis der Cover-Versionen, die für die Datenbank in Betracht kommen, nicht ausufern lassen. Ein Fernsehauftritt oder eine auf eine private Homepage gestellte oder in einem Peer-to-peer-Netzwerk (Tauschbörse) verbreitete Datei mit einer selbst zu Hause eingesungenen Cover-Version eines Volksliedes sollten nicht genügen. Zum anderen sollte Nachweisproblemen begegnet werden: Wie wollen wir später die Veröffentlichung nachvollziehen können, wenn es die private Homepage aus dem Beispiel nicht mehr gibt oder die Datei nicht mehr in der Tauschbörse zu finden ist? | |
| Allerdings wollen wir uns der Entwicklung der letzten Jahre, innerhalb derer immer mehr Songs nur als Kauf-Download angeboten wurden und der Absatz solcher Downloads – teilweise zulasten der Tonträgerverkäufe – stieg, nicht mehr völlig verschließen. | |
| Daher ist es nun so, dass wir neben (Bild-und-)Tonträger-Veröffentlichungen auch die Veröffentlichung von Songs als Download im Internet unter bestimmten Voraussetzungen akzeptieren. Diese sind, dass - entweder der Download in einem (legalen) Downloadshop käuflich erhältlich ist oder nachweislich war - oder der Download kostenlos von einem Künstler auf seiner Website, der seiner Plattenfirma oder einem vergleichbaren Portal angeboten wird oder nachweislich wurde und dass dieser Künstler üblicherweise seine Musik kommerziell, d. h. über den Tonträgerhandel oder Downloadshops, vertreibt. | |
| Dies bedeutet: Bleiben bei einer angeblichen Veröffentlichung als Download Zweifel, z. B. weil sich der Veröffentlichungstermin oder die korrekte Interpretenbezeichnung nicht mehr nachvollziehen lassen, insbesondere weil der Download inzwischen nicht mehr in offiziellen Portalen erhältlich ist, bleibt diese Veröffentlichung für die Datenbank unberücksichtigt. Kostenlose Downloads werden nur in die Datenbank aufgenommen, wenn der betreffende Künstler seine Musik üblicherweise kommerziell vertreibt; der Fall der nur über eine private Website angebotenen Hobby-Aufnahmen bleibt weiterhin außen vor. | |
| Ist ein Download der Datei (zur dauerhaften Speicherung durch den Nutzer) nicht vorgesehen, sondern handelt es sich nur um einen Stream, ist ein Datenbankeintrag ausgeschlossen. Das gilt insbesondere für YouTube-Videos und ähnliches. | |
| Ein Song, der als Download erhältlich ist, erhält die Titelbemerkung "Im Internet veröffentlicht", wenn nicht eine im selben Jahr erfolgte kommerzielle Tonträgerveröffentlichung nachweisbar ist. | |
| Songs aus Musicals, Broadway-Shows usw. | |
| Für Songs aus Musicals, Broadway-Shows und ähnlichen Aufführungen haben wir einheitliche Regeln aufgestellt, was als Original-Version einzutragen ist. Grundsätzlich gilt bei uns allgemein als Original die zuerst offiziell auf einem Tonträger veröffentlichte Version. Im Falle der Musicals und Shows wurden die Songs aber üblicherweise für das betreffende Musical oder die Show geschrieben und waren im Regelfall nicht für eine Tonträgerveröffentlichung bestimmt, sondern für eine öffentliche Aufführung in einem Theater. | |
| Diese Erwägungen führen uns zu folgenden Grundsätzen: | |
| Als Original-Version gilt die Erstaufführung, so dass deren Schauspieler, soweit sie den betreffenden Song gesungen haben, die Original-Interpreten sind. Als Jahreszahl wird das Jahr der Erstaufführung eingetragen. | |
| Erstaufführung ist die erste kommerzielle Aufführung der Show; Probeaufführungen, für die das Publikum keinen Eintritt zahlen musste, zählen nicht dazu. | |
| In der Titelbemerkung wird klargestellt, dass es sich um eine Aufführung (also nicht um eine Tonträgerveröffentlichung) handelt, und angegeben, aus welcher Show der Song stammt, z. B.: Erstaufführung des Musicals "..." Erstaufführung der Broadway-Show "..." Erstaufführung der Show "..." | |
| Lassen sich die Schauspieler der Erstaufführung nicht ermitteln, werden ersatzweise die Urheber als Original-Interpreten eingetragen (mit der vorangestellten Formulierung "Urheber"). In der Titelbemerkung entfällt dann der Hinweis auf eine Erstaufführung, die Formulierung lautet dort dann z. B.: Aus dem Musical "..." Aus der Broadway-Show "..." Aus der Show "..." | |
| Sollte eine offizielle, im Handel erhältliche Tonträgerveröffentlichung des Songs vor der Erstaufführung der Show nachweisbar sein, gilt diese nach den allgemeinen Grundsätzen – also abweichend von dem soeben Gesagten – als Original-Version. | |
| Aus Zeitgründen können wir nicht sofort alle bestehenden Datensätze an diese neuen Grundsätze anpassen. Wenn euch Musical-/Show-Einträge auffallen, bei denen die Original-Version noch nicht den neuen Grundsätzen entspricht, freuen wir uns über entsprechende Hinweise, bitte möglichst unter Angabe der Schauspieler der Erstaufführung mit entsprechenden Quellenangaben. | |
| Soundtracks und Filmmusiken | |
| Für Musik aus Filmen haben sich bisher zwei verschiedene Formulierungen in der Datenbank als Bemerkung herausgebildet: Aus dem Film "..." Soundtrack "..." | |
| Dabei war eigentlich gedacht, die Formulierung "Aus dem Film" zu verwenden, wenn ein Song in einem (üblicherweise in einem Kino) öffentlich aufgeführten Film erstveröffentlicht wurde, also bei Original-Versionen. "Soundtrack" sollte verwendet werden, wenn ein Song auf einem zeitnah mit dem Film in den Handel gekommenen Tonträger mit Filmmusik (sog. Soundtrack-Album) erstveröffentlicht wurde oder der Song durch das Soundtrack-Album bzw. die Verwendung in dem Film deutlich an Bekanntheit gewonnen hat. Mit anderen Worten wird nur im Ausnahmefall in der Datenbank erwähnt, dass ein Song auf einen Soundtrack-Album erschienen ist. Es werden nicht alle Filme aufgezählt, in denen ein Song irgendwann einmal Verwendung fand. | |
| Das Problem war nun, dass sich herausstellte, dass nicht alle Redakteure das zuvor Gesagte über die Jahre einheitlich handhabten. Ursache war ein Missverständnis, das darauf beruht, dass der Begriff "Soundtrack" sich als mehrdeutig erwies. Man versteht darunter nicht nur den zum Film zeitnah erschienenen Tonträger mit Filmmusik (das sog. Soundtrack-Album), sondern auch die Tonspur des Films (und somit die Filmmusik) selbst (vgl. Definitionen im Duden, The Free Dictionary, Oxford Dictionary, Wiktionary). Das führte dazu, dass manche Redakteure die Formulierung "Soundtrack" anstelle von "Aus dem Film" gebrauchten. | |
| Um für eine einheitliche Handhabung zu sorgen und den mehrdeutigen Begriff "Soundtrack" zu vermeiden, wird bei zukünftigen Datenbankeinträgen mit Filmmusik wie folgt umgegangen: - Songs von Soundtrack-Alben kennzeichnen wir mit der Bemerkung "Soundtrack-Album", - Songs, die in einem Film erstveröffentlicht wurden, bekommen die Bemerkung "Aus dem Film". | |
| Bei Gelegenheit werden wir nach und nach die zahlreichen älteren Datenbankeinträge, die die Formulierung "Soundtrack" enthalten, abändern. | |
| Thomas Wagner | |
Montag, 16. April 2012
Neue Eintragungsgrundsätze für MP3-Downloads, Musicals/Shows und Soundtracks/Filmmusiken
Freitag, 2. März 2012
Nachrufe an Hazy Osterwald, Lucio Dalla und Davy Jones
| Am 26.02.2012 verstarb im 91. Lebensjahr der Schweizer Musiker Hazy Osterwald. Bereits Mitte der 40er Jahren war er musikalisch aktiv und gründete das Hazy Osterwald Sextett. Nach zahlreichen Konzerten erhielt er 1955 einen Plattenvertrag und hatte mit dem Lied „Kriminaltango“ 1959 einen Hit. Dies war die deutsche Coverversion einer italienischen Version von Piero Trombetta mit dem gleichnamigen Titel. Mit diesem Song erreichte Hazy Osterwald die Spitze der Schweizer, österreichischen und deutschen Hitparade. Bis 1979 tourte Hazy Osterwald unter dem Namen Hazy Osterwald Jetset, wobei er sich wieder mehr dem Jazz zuwandte. Seit 1992 war er aufgrund einer Parkinson-Erkrankung an den Rollstuhl gefesselt und lebte bis zu seinem Tod in Luzern. | |
| Am 01.03.2012 verstarb der 1943 in Bologna geborene italienische Musiker Lucio Dalla. Seit 1966 veröffentlichte der für seine kritischen Texte bekannte Musiker Platten und hatte mit der Hommage an Enrico Caruso mit dem Lied „Caruso“ 1986 einen Riesenhit, der auch oft gecovert wurde. In Deutschland veröffentlichte er auch ein Duett mit Konstantin Wecker und veröffentlichte im November 2011 sein letztes Album. Während einer Tournee verstarb der Musiker in Montreaux (Schweiz) an einem Herzinfarkt. | |
| Am 29.02.2012 verstarb in Florida der britische Sänger und Schauspieler Davy Jones im Alter von 66 Jahren an einem Herzinfarkt. Seine Karriere begann er als Schauspieler in England und spielte dann als Teenager in verschiedenen TV-Soaps und auch im Musical „Oliver“ mit. Nach einem Auftritt in der Ed-Sullivan-Show in den USA erhielt er dort einen Vertrag, spielte in Serien mit und veröffentlichte auch mit mittelmäßigen Erfolg ein Album. 1965 – 1970 war Davy Jones Bandmitgied von „The Monkees“, einer Pop-Gruppe, die in Zusammenhang mit der gleichnamigen TV-Serie gegründet wurde. Als Leadsänger sang er zahlreiche Hits wie z. B. „Daydream Believer“. Als die Show abgesetzt wurde, löste sich auch die Band auf. Er versuchte sich weiter als Solokünstler, hatte Gastauftritte in Filmen und Shows, aber wenig Erfolg damit. | |
| Herbert Zach | |
Sonntag, 12. Februar 2012
Musikwelt trauert um Whitney Houston
| Gestern verstarb überraschend die US-amerikanische Pop-, Soul- und R&B-Sängerin Whitney Houston im Alter von 48 Jahren an bisher unbekannter Ursache. Die soll nun eine Obduktion klären. Houston wurde ohne Anzeichen für Fremdverschulden tot in ihrem Hotelzimmer in Beverly Hills aufgefunden. | |
| Mit weit über 200 Gold-, Platin-, Silber- und Diamantschallplatten und rund 170 Millionen verkauften Alben gehörte Whitney Houston zu den erfolgreichsten Sängerinnen ihrer Zeit. | |
| Ihr Hit "I Wanna Dance with Somebody (Who Loves Me)" von 1986 ist noch heute ein Klassiker, der gerne in der Dance Music zitiert wird. 1988 schaffte es "One Moment In Time" vielerorts auf Platz 1 der Charts. | |
| 1991 covert Whitney Houston die US-amerikanische Nationalhymne "Star-Spangled Banner" und verhilft ihr mit dieser Aufnahme in die Billboard-Single-Charts. 2001 steigt der Song sogar erneut, und zwar auf Platz 1, in diese Charts ein. | |
| 1992 machte sie den Song "I Will Always Love You" weltberühmt, den Dolly Parton geschrieben und 1974 im Original gesungen hatte. Whitney Houstons Version findet sich auf dem Filmsoundtrack zu "Bodyguard" und war viele Jahre die meistverkaufte Single der USA. | |
| Whitney Houston sang aber auch erfolgreich mit anderen Künstlern zusammen. 1998 erschien der von Babyface produzierte Song "When You Believe", eine Kooperation mit Mariah Carey. 2000 sang Houston im Duett mit Enrique Iglesias das von Diane Warren geschriebene Lied "Could I Have This Kiss Forever". | |
| Zudem war Whitney Houston auf der Leinwand zu sehen. Als Schauspielerin konnte man sie in den Filmen "Bodyguard", "Warten auf Mr. Right", "Rendezvous mit einem Engel" und "Cinderella" erleben. | |
| In den letzten Jahren war es in Sachen Charterfolgen ruhig um Whitney Houston geworden. Ihre Welttournee ab Dezember 2009 machte eher negative Schlagzeilen, denn Houston, die wiederholt Probleme mit Alkohol und Drogen hatte, soll nicht mehr die gewohnte Stimme und Kondition gehabt haben. In einem Konzert in Berlin gab es sogar Buhrufe. | |
| Thomas Wagner | |
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