Donnerstag, 28. September 2017

Joy Fleming ist tot

Die deutsche Jazz- und Blues-Sängerin wurde 1944 in der Nordpfalz geboren.
 
Schon mit 14 gewann sie einen lokalen Schlagerwettbewerb und ab 16 sang sie Jazz und Blues für in Deutschland stationierte US-Soldaten.
 
Ein Fernsehauftritt im „Talentschuppen“ brachte ihr 1968 den Durchbruch und sie hatte 1971 mit dem in Mannheimer Mundart gesungenen „Mannemer Neggabriggebluus“ (Neckarbrückenblues) einen Erfolg.
 
1975 nahm sie mit dem Song „Ein Lied kann eine Brücke sein“ am Eurovision Song Contest in Stockholm teil, wo sie den 17. Rang erreichte und auch in weiterer Folge nahm sie drei Mal am Deutschen Vorentscheid zum Grand Prix teil.
 
Mit zahlreichen Singles zwischen 1967 und 2006 machte sie sie als Jazz- und Bluessängerin in deutscher und englischer Sprache ihren Namen.
 
Am 27.09.2017 verstarb sie unerwartet auf einem Bauernhof in Sinsheim, wo sie seit mehr als 40 Jahren lebte.
 

 

 
Herbert Zach

Samstag, 9. September 2017

Don Williams ist tot

Der 1939 in Texas geborene Don Williams zählte zu den Topstars der amerikanischen Country-Szene.
 
Schon als Kind begann er Gitarre zu spielen und gründete 1964 die Pozo-Seco Singers, die auch ein Jahr später einen Hit hatten. Nach dem Split der Gruppe ging er nach Nashville um als Produzent und Songwriter zu arbeiten und nahm 1973 sein erstes eigenes Album auf. Bereits mit seiner zweiten Single „The Shelter Of Your Eyes“ konnte er sich in den Country-Charts platzieren und 1975 gelang ihm mit „We Should Be Together“ dort sogar Rang 5, was ihm zum Durchbruch verhalf.
 
Der „Gentle Giant“ mit seiner warmen tiefen Stimme hatte weitere Hits auch weit über die Country-Szene hinaus und war in den 70er Jahren unter den Musikern mit den meisten Plattenverkäufen. Mit Songs wie „Amanda“, „Some Broken Hearts Never Mend“ oder „Tulsa Time“ eroberte in den 70er Jahren Spitzenpositionen der Hitparaden weltweit.
 
Mit seinem Tophit „I Recall A Gypsy Woman“ hatte Tommy Cash in den USA großen Erfolg und der mit Eric Claptons aufgenommene Song „Tulsa Time“ erreichte die Spitze der US-Country-Charts und wurde zur Single des Jahres gekürt und von Eric Clapton 1980 selbst solo nochmals veröffentlicht.
 
Seine Erfolge dauerten bis in die 80er Jahre an. Nach verstärkten Rückenproblemen und einer notwendigen OP zog er sich mehr und mehr auf seine Ranch zurück und hatte 1992 mit „Lord Have Mercy On A Country Boy“ seinen letzten Hiterfolg.
 
War er in den USA vor allem mit 17 Nummer-1-Songs in den Country-Charts erfolgreich (konnte jedoch nur einen Titel in den US-Pop-Charts platieren), hatte er in Europa, vor allem in Deutschland und England, große Erfolge in den Pop-Charts.
 
2006 war er mit einer Abschiedstournee unterwegs, stand aber 2010 wieder auf der Bühne und veröffentlichte 2 Jahre später mit „And So It Goes“ sein erstes Studioalbum nach 8 Jahren. Im März 2016 sagte er nach einer Hüft-OP alle geplanten Termine ab zog sich ins Privatleben zurück. Am 8. September 2017 verstarb er nach kurzer Lungenkrankheit.
 
Herbert Zach