Freitag, 11. Februar 2022

Sprache und Instrumental

Seit wir 2018 unsere Seite neu gestaltet haben, können wir auch die Sprache, in der die Songs interpretiert werden, eintragen. Mitunter ist das gar nicht so einfach, denn wenn eine Japanerin auf Französisch singt, muss man manchmal schon ganz genau hinhören, um es zu erkennen. Schwierig wird es bei seltenen Sprachen und die müssen nicht mal unbedingt aus fernen Ländern kommen. Wer von uns weiß schon, wie Korsisch oder Maltesisch klingt? Manchmal helfen der Songtitel und Google-Übersetzer beim Erkennen, aber wenn der Titel ein Vorname ist, hilft nur noch die Wahrscheinlichkeitsrechnung.

Wenn ein Song mit einer Sprache versehen ist, dann wurde er fast immer schon von einem Redakteur bearbeitet und vervollständigt, das sind inzwischen knapp über 36 % aller Songeinträge in der Datenbank. Die meisten der über 186.000 schon kontrollierten Songs werden auf Englisch gesungen – das sind über 116.000. Deutsch ist mit über 33.000 Songs vertreten, dann kommt schon Französisch mit knapp über 15.000 Songs und es geht herunter bis zu Amharisch mit 2 und Umbundu mit nur einem Songeintrag. 17 weitere Sprachen sind mit zwei und 20 Sprachen mit nur einem Eintrag bei uns in der Datenbank – aber das nur am Rande.

Songs, die ohne Sprache auskommen, also instrumental sind, machen fast 40.000 Einträge, also die zweitgrößte Kategorie nach den englischen Titeln aus. Und an der Stelle gibt es bei einigen Usern oftmals Unklarheiten, ob denn der Song wirklich instrumental ist, wo doch Stimmen zu hören sind. Ja, ist er, denn auch die menschliche Stimme ist ein Instrument, und wenn nur Silben wie „Uhuhuh“ oder „Dabdidubidei“, ohne dass ein Inhalt damit transportiert wird, zu hören sind, dann ist der Song „Instrumental“. Ein Paradebeispiel dafür ist der Scat-Gesang im Jazz oder Gospel.

So etwas wie eine Grauzone ist der Fall, wenn der Backgroundchor immer mal wieder den Songtitel trällert. Da haben wir uns darauf festgelegt, dass dieses auch noch instrumental ist, da sich der gesungene Teil auf den Titel beschränkt und der wesentliche Teil des Songs nur instrumental gespielt wird. Erst wenn ganze Textzeilen im Background erklingen, dann ist der Song nicht mehr instrumental und bekommt eine Sprache zugeordnet.

Kunstsprachen wie Esperanto (29 mal in der Datenbank) oder Volapük und Klingonisch (beide gar nicht vertreten) können natürlich auch ihr Sprach-Etikett bekommen. Eine ganz besondere Spezies sind die Pseudosprachen, von denen wir immerhin 46 Songs in der Datenbank haben. Das sind lautmalerische Interpretationen, die wie eine Sprache klingen, aber keinen Inhalt transportieren. Bekanntestes Beispiel dafür ist vielleicht „Ameno“ von Era oder „Bla Bla Bla“ von Gigi D’Agostino. Zwei wirklich lustige Beispiele aus dieser Kategorie habe ich noch zum Schluss: „Prisencólinensináinciúsol“ von Adriano Celentano und „A Nonsense Song“ von Charlie Chaplin.

Adriano Celentano wollte Anfang der 1970er Jahre unbedingt einen englischen Songtext schreiben, um mit dem Zeitgeist mitzugehen. Das Problem: Er sprach kein einziges Wort Englisch! Aber in seiner nonchalanten Arte löste er das Problem, indem er einfach einen Text erfand, der annähernd wie Englisch klang. Hier ist das Resultat.

Bei Charlie Chaplin war der Grund für den Einsatz der Pseudosprache ein ganz anderer. Während der Dreharbeiten zu „Modern Times“ gab es eine Szene, bei der Charlie in einem Restaurant tanzen und singen sollte. Dafür wurde auch ein Song mit Text geschrieben und geprobt. Als dann aber die Kamera schon lief, hatte Chaplin einen totalen Blackout und den Text komplett vergessen. Da er die Aufnahme nicht unterbrechen wollte, hat er genial improvisiert und einfach einen Text erfunden.

Im Nachhinein hat ihm selbst die Szene so gefallen, dass er es dabei belassen hat und sogar noch einen Take, in dem ihm seine Partnerin aus der Garderobe zuruft: „Sing! Never mind the words“, drehen und einfügen ließ. Da er Produzent, Regisseur und Hauptdarsteller in einer Person war, gab es damit kein Problem. Die Filmszene könnt ihr euch hier ansehen.

Das ist das Ende des kleinen Ausfluges in die Welt der Sprachen der Songs und nun weiter viel Spaß mit unserer Seite!

/AME

Sonntag, 28. November 2021

Brief an einen unbekannten User

Lieber Punkt,

ich muss Dich so nennen, weil Du als eMail-Adresse in Deinen Tickets immer nur einen . hinterlässt. Gut, es ist jedem freigestellt uns auch anonym zu schreiben, aber wer so wie Du uns seit ein paar Wochen mit Tickets geradezu flutet, könnte sich auch mal zu erkennen geben.

Wir möchten natürlich jedes Ticket schnell bearbeiten und in die Datenbank eintragen, aber wir sind nur ein kleines Häuflein an Redakteuren (und die meisten haben auch noch einen zeitfressenden Job) und mit der Flut an Tickets (gegenwärtig 77) im Posteingang manchmal etwas überfordert.

Zu dem einen oder anderen Ticket hätten wir auch eine Rückfrage an Dich, aber geht ja nicht, weil keine Adresse vorhanden. Daher auf diesem Weg die Bitte, Dich gegenüber der Redaktion mal zu outen. Wir beißen nicht (zumindest sehr, sehr selten) und geben auch keine Adressen an hinterlistige Datensammler weiter, die Dich dann mit Spam fluten wollen.

Vieles von dem was Du geschickt hast, ist gut recherchiert und ich glaube, Du hättest durchaus das Zeug mit der entsprechenden Anleitung als Redakteur für COVER.INFO zu arbeiten. Bei der Zeit die Du bisher für Deine Tickets aufgewendet hast, wäre das locker drin. Das würde ich Dich sehr gerne mal fragen. Aber geht ja nicht, wg. – siehe oben.

So haben wir bisher nur die Chance mit Schweißperlen auf der Stirn Deine täglich eingehenden Tickets zu bearbeiten, dabei die Hoffnung im Herzen, dass Du Dich doch mal zu erkennen gibst.

Denk doch mal drüber nach und schreib an ame@cover.info.

/AME

Dienstag, 12. Oktober 2021

Wir sind Halb-Millionäre!

Nein, nein – nicht finanziell, was sollten wir auch mit so viel Geld? Seit dem 11.10.2021 23.00 Uhr haben wir 500.000 Songs in unserer Datenbank! Vor allem in den Jahren 2020 und 2021 ist dank unserer treuen Nutzer und fleißiger Redakteure die Datenbank kräftig gewachsen, so dass die Datenbank nun diese Anzahl an Songs erreicht hat, die als Originale, Cover- oder Alternativversionen, Zitate, Samples oder Medleys miteinander in Beziehung stehen.

Beim Start der neuen Version unserer Webseite im Mai 2018 gab es etwas mehr als 400.000 Songeinträge, die wir aus dem alten System übernommen haben. Seit dieser Zeit sind wir dabei – neben dem Eintragen neuer Songs – diesen Altbestand zu überprüfen und zu vervollständigen. Knapp 32 % des gesamten Songbestandes sind inzwischen überprüft und mit korrekten Quellen versehen. 67.917 Songs sind Originale, davon sind auch schon knapp 52 % überprüft.

Seit dem Neuaufbau gibt es ja neben den Songs auch Datensätze für die Künstler (Interpreten und Urheber). Das sind gegenwärtig 153.522 Datensätze, wovon fast 35 % überprüft sind.

Wie ihr seht, ist trotz der bisherigen, fleißigen Arbeit noch ein gewaltiger Berg an Aufgaben übrig. Daher sind wir für jeden Hinweis dankbar, der uns auf Fehler oder unvollständige Datensätze aufmerksam macht. Nutzt dafür bitte unsere Formulare ("Ergänzen / Fehler melden")!

Unten links beim Songeintrag steht ja immer das Datum, an dem der Eintrag erstellt und wann er aktualisiert wurde (außer in der mobilen Ansicht). Wenn ihr bei der Aktualisierung ein Datum findet, das vor dem Mai 2018 liegt, dann ist das ein Hinweis, dass der Songeintrag bisher noch nicht bearbeitet wurde. Wenn ihr uns zu diesen Songs eine Ergänzung mit Links zu Quellen und YouTube-Videos schickt, ist das für uns schon eine große Erleichterung und hilft, die Qualität der Datenbank zu verbessern.

Also auf zur nächsten halben Million! Wir freuen uns auf Eure Zuschriften.

Derweil arbeiten wir schon an einer neuen Software-Version, um COVER.INFO in einem verbesserten Design und Funktionsumfang präsentieren zu können. Das ist auch deshalb nötig, weil wir unseren Compiler für die derzeitige Programmversion nicht mehr zum Laufen bekommen.

/AME, TWA