Sonntag, 30. September 2018

Neuer Plagiatsprozess um "Stairway To Heaven"

Randy California, ein Mitglied von Spirit, einer Psychedelic-Rock-Band aus Los Angeles, hat immer darauf hingewiesen, dass das Riff im Intro des 1971er Rockhits "Stairway To Heaven" von Led Zeppelin Ähnlichkeiten mit dem Instrumentalstück "Taurus" seiner Band aufweist, das er 1966 geschrieben und 1968 veröffentlicht hatte. Aber Randy California hatte nie das Geld, um eine Klage gegen Jimmy Page und Robert Plant, die Led-Zeppelin-Mitglieder, die "Stairway To Heaven" geschrieben hatten, einzureichen. Er starb 1997, als er mit einem Sohn im Meer schwamm, nachdem es ihm gelungen war, seinen Sohn vor der reißenden Strömung zu retten.



Schließlich hat Randy Californias Nachlassverwalter Michael Skidmore Jimmy Page und Robert Plant 2016 vor ein US-Bezirksgericht zitiert. Er möchte erreichen, dass Randy California als einer der Autoren von "Stairway To Heaven" anerkannt wird, damit seine Erben einige der Tantiemen bekommen. Es wird geschätzt, dass die Erben rund 40 Millionen US-Dollar erhalten würden. Obwohl Robert Plant 1970 ein Spirit-Konzert besuchte, bei dem er nach seiner Aussage nicht auf die Musik gehört, sondern stattdessen an der Bar Getränke zu sich genommen haben will, gewannen die Led Zeppelin-Mitglieder die Klage, weil das Gericht erhebliche Unterschiede zwischen den beiden Liedern feststellte.



Ein Berufungsgericht in San Francisco hat gerade einen neuen Prozess zu diesem Fall angeordnet, weil der Richter des ersten Gerichts die Geschworenen über den Urheberrechtsschutz kurzer Tonfolgen falsch informiert hat. Ein weiteres Problem war, dass der Richter die Originalaufnahmen von Spirit und Led Zeppelin nicht einführte, sondern nur die Notenblätter berücksichtigte, die für den Rechtsstreit neu eingespielt wurden.

/TWA

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