Montag, 5. November 2012

Eine Viertelmillion an Einträgen

Nachdem der 200000. Datenbankeintrag am 14. September 2010, also vor etwas mehr als zwei Jahren, angelegt wurde, freuen wir uns mitteilen zu können, dass coverinfo.de seit gestern 250000 und damit eine Viertelmillion Cover-Versionen und musikalische Zitate kennt.

Allerdings handelt es sich bei Für die Ewigkeit von Moses Pelham, der 250000. Neuaufnahme, mehr nur um einen symbolischen Meilenstein, da unser Datenbestand ständig verändert wird und auch schon Einträge wegen Fehlern oder Wiederholungen gelöscht wurden.

Auf unseren Lorbeeren ausruhen wollen wir uns nicht, denn an Nachschub mangelt es keineswegs. Egal ob es sich um Neuerscheinungen oder Jahrzehnte alte Veröffentlichungen handelt: Überall gibt es noch jede Menge Ergänzungs- und leider auch Korrekturbedarf.

Deshalb geht die Arbeit weiter, wir machen uns auf den Weg zu halben Million. Dabei freuen wir uns weiterhin auf die Hinweise unserer Besucher und danken für die vielen Einsendungen, die wir im Laufe der Jahre bereits erhalten haben.

Martin Busley

Dienstag, 21. August 2012

Nachruf auf Scott McKenzie

Wer kennt ihn nicht, den großen Flower-Power-Hit „San Francisco (Be sure to wear flowers in your hair)“? Der Mann, der diesen Welthit sang, der allerdings sein einziger Hit blieb, Scott McKenzie, starb nun 73-jährig an den Folgen eines schweren Nervenleidens.
 
Der Sänger wurde 1939 geboren und nahm als Mitglied der Folk-Gesangsgruppe The Smoothies seinen bekannten Künstlernamen an. Mitglied dieser Gruppe war auch John Phillips, mit dem er auch nach NY ging und die Band The Journeymen gründete, die sich aber nicht durchsetzen konnte. Dann trennten sich die Wege der beiden Jugendfreunde. John Phillips ging nach Kalifornien und gründete dort die Gruppe „The Mamas & the Papas“ und erlangte Weltruhm. Scott McKenzie lehnte eine Einladung zu dieser Band ab und versuchte sich als Solokünstler. Als 1967 John Phillips mit einem Freund das legendäre Open-Air in Monterey organisierte, wollte er einen Song für dieses Festival haben und schrieb „San Francisco“ und ließ seinen alten Jugendfreund Scott McKenzie den Song singen – wochenlang hielt sich der Song auf Nr. 1 in den diversen Charts, doch dies sollte sein einziger Erfolg bleiben. Eine LP wurde viel zu spät produziert, als die Begeisterungswelle bereits abgeebbt war, und blieb ebenso wie die Nachfolge-LP 1970 erfolglos.
 
McKenzie verfiel den Drogen und Depressionen und erst als 1984 John Phillips ihn als Überraschungsgast bei einer „The Mamas & the Papas“-Tournee auftreten ließ, wurde er Mitglied bei dieser Band und ging mit ihr auf Tournee.
 
2010 begann seine Krankheit durchzubrechen, ein Nervenleiden, das zu Lähmungserscheinungen führen kann und das auch nun am 19.08.2012 zu seinem Tod geführt hat.
 
Herbert Zach

Dienstag, 17. Juli 2012

Nachruf auf Jon Lord, den früheren Hammondorganisten von Deep Purple

Jonathan Douglas „Jon“ Lord wurde am 09.06.1941 in Leicester (England) geboren. Mit 19 Jahren nahm er Schauspielunterricht und spielte in diversen Jazz- und R&B-Bands. Mitte der 60er Jahre musizierte er bei der Band ARTWOODS, deren Bandleader Art Woods, der Bruder des späteren Stones-Gitarristen Ron Woods, war. Mit ARTWOODS veröffentlichte er mehrere Singles und EPs und hatte auch mehrere Radio- und TV-Auftritte. Nach der Trennung nahm er mit Ron Woods noch drei Instrumentalstücke unter dem Namen „Santa Barbara Machine Head“ auf.
 
Ende der 60er Jahre gründete er mit Nick Simper die Gruppe DEEP PURPLE und bis Mitte der 70er Jahre hatte die Band ihren großen Höhenflug, wobei Jon Lords Rolle als Hammondorganist nicht nur den Sound maßgeblich mitbeeinflusste, sondern auch Markenzeichen der Band wurde. Bis zum Jahre 2003 war er neben Drummer Ian Paice das einzige Mitglied der Band, das nie ausgetauscht wurde. Neben den Platten, Tourneen und Auftritten fand er genügend Zeit für seine Soloprojekte, bei denen er vor allem versuchte, Rockmusik mit Klassik zu verbinden und bekannte Solo-Alben wie „Sarabande“ (1976) oder „Gemini Suite“ (1971) veröffentlichte.
 
Als sich Deep Purple 1976 auflöste, gründete Lord mit Drummer Ian Paice die Band „Paice Ashton Lord“, die aber nur ein einziges Album aufnahm, danach gingen Paice und Lord zu David Coverdales Whitesnake, nebenbei spielte er auf diversen Alben von Cozy Powell, Graham Bonnet und anderen Musikern.
 
Bei der Renunion von Deep Purple 1984 war Lord wieder dabei, bis er schließlich nach 6 weiteren Alben Deep Purple 2002 endgültig verließ und durch Don Airey ersetzt wurde.
 
In weiterer Folge startete er wieder eigene Projekte, spielte Bluesmusik sowie Klassikstücke und ging schließlich mit Jon Lord Blues Project auf Tour, bis er am 09.08.2011 mitteilte, dass er an Bauchspeicheldrüsenkrebs leide. Jon Lord starb fast ein Jahr später am 16.07.2012 im Alter von 71 Jahren an den Folgen seiner Krankheit.
 
Jon Lord verkaufte mit Deep Purple über 200 Millionen Alben und war auch als Mitkomponist an Hits wie „Smoke On The Water“, „Highway Star“ oder „Child In Time“ und vielen anderen Klassikern von Deep Purple tätig.
 
Herbert Zach