Freitag, 2. März 2012

Nachrufe an Hazy Osterwald, Lucio Dalla und Davy Jones

Am 26.02.2012 verstarb im 91. Lebensjahr der Schweizer Musiker Hazy Osterwald. Bereits Mitte der 40er Jahren war er musikalisch aktiv und gründete das Hazy Osterwald Sextett. Nach zahlreichen Konzerten erhielt er 1955 einen Plattenvertrag und hatte mit dem Lied „Kriminaltango“ 1959 einen Hit. Dies war die deutsche Coverversion einer italienischen Version von Piero Trombetta mit dem gleichnamigen Titel. Mit diesem Song erreichte Hazy Osterwald die Spitze der Schweizer, österreichischen und deutschen Hitparade. Bis 1979 tourte Hazy Osterwald unter dem Namen Hazy Osterwald Jetset, wobei er sich wieder mehr dem Jazz zuwandte. Seit 1992 war er aufgrund einer Parkinson-Erkrankung an den Rollstuhl gefesselt und lebte bis zu seinem Tod in Luzern.
 
Am 01.03.2012 verstarb der 1943 in Bologna geborene italienische Musiker Lucio Dalla. Seit 1966 veröffentlichte der für seine kritischen Texte bekannte Musiker Platten und hatte mit der Hommage an Enrico Caruso mit dem Lied „Caruso“ 1986 einen Riesenhit, der auch oft gecovert wurde. In Deutschland veröffentlichte er auch ein Duett mit Konstantin Wecker und veröffentlichte im November 2011 sein letztes Album. Während einer Tournee verstarb der Musiker in Montreaux (Schweiz) an einem Herzinfarkt.
 
Am 29.02.2012 verstarb in Florida der britische Sänger und Schauspieler Davy Jones im Alter von 66 Jahren an einem Herzinfarkt. Seine Karriere begann er als Schauspieler in England und spielte dann als Teenager in verschiedenen TV-Soaps und auch im Musical „Oliver“ mit. Nach einem Auftritt in der Ed-Sullivan-Show in den USA erhielt er dort einen Vertrag, spielte in Serien mit und veröffentlichte auch mit mittelmäßigen Erfolg ein Album. 1965 – 1970 war Davy Jones Bandmitgied von „The Monkees“, einer Pop-Gruppe, die in Zusammenhang mit der gleichnamigen TV-Serie gegründet wurde. Als Leadsänger sang er zahlreiche Hits wie z. B. „Daydream Believer“. Als die Show abgesetzt wurde, löste sich auch die Band auf. Er versuchte sich weiter als Solokünstler, hatte Gastauftritte in Filmen und Shows, aber wenig Erfolg damit.
 
Herbert Zach

Sonntag, 12. Februar 2012

Musikwelt trauert um Whitney Houston

Gestern verstarb überraschend die US-amerikanische Pop-, Soul- und R&B-Sängerin Whitney Houston im Alter von 48 Jahren an bisher unbekannter Ursache. Die soll nun eine Obduktion klären. Houston wurde ohne Anzeichen für Fremdverschulden tot in ihrem Hotelzimmer in Beverly Hills aufgefunden.
 
Mit weit über 200 Gold-, Platin-, Silber- und Diamantschallplatten und rund 170 Millionen verkauften Alben gehörte Whitney Houston zu den erfolgreichsten Sängerinnen ihrer Zeit.
 
Ihr Hit "I Wanna Dance with Somebody (Who Loves Me)" von 1986 ist noch heute ein Klassiker, der gerne in der Dance Music zitiert wird. 1988 schaffte es "One Moment In Time" vielerorts auf Platz 1 der Charts.
 
1991 covert Whitney Houston die US-amerikanische Nationalhymne "Star-Spangled Banner" und verhilft ihr mit dieser Aufnahme in die Billboard-Single-Charts. 2001 steigt der Song sogar erneut, und zwar auf Platz 1, in diese Charts ein.
 
1992 machte sie den Song "I Will Always Love You" weltberühmt, den Dolly Parton geschrieben und 1974 im Original gesungen hatte. Whitney Houstons Version findet sich auf dem Filmsoundtrack zu "Bodyguard" und war viele Jahre die meistverkaufte Single der USA.
 
Whitney Houston sang aber auch erfolgreich mit anderen Künstlern zusammen. 1998 erschien der von Babyface produzierte Song "When You Believe", eine Kooperation mit Mariah Carey. 2000 sang Houston im Duett mit Enrique Iglesias das von Diane Warren geschriebene Lied "Could I Have This Kiss Forever".
 
Zudem war Whitney Houston auf der Leinwand zu sehen. Als Schauspielerin konnte man sie in den Filmen "Bodyguard", "Warten auf Mr. Right", "Rendezvous mit einem Engel" und "Cinderella" erleben.
 
In den letzten Jahren war es in Sachen Charterfolgen ruhig um Whitney Houston geworden. Ihre Welttournee ab Dezember 2009 machte eher negative Schlagzeilen, denn Houston, die wiederholt Probleme mit Alkohol und Drogen hatte, soll nicht mehr die gewohnte Stimme und Kondition gehabt haben. In einem Konzert in Berlin gab es sogar Buhrufe.
 
Thomas Wagner

Samstag, 21. Januar 2012

Etta James gestern an Lungentzündung gestorben

Am 20.01.2012 starb in Kalifornien die 73-jährige Blues- und Soullegende Etta James, die an Alzheimer, Leukämie und Hepatitis C erkrankt war, an den Folgen einer schweren Lugenentzündung.
 
Sie wurde in Los Angeles geboren und begann ihre Gesangskarriere in den 50er Jahren als Etta James & the Peaches. Erst ein Wechsel der Plattenfirma 1960 brachte ihr auch kommerziellen Erfolg und dauerte bis in die 70er Jahre. Nach dem Überwinden ihrer Drogensucht engagierte sie sich für Anti-Drogen-Projekte und sang 1984 auch den Eröffnungssong für die olympischen Sommerspiele in Los Angeles.
 
Mit ihrer einmaligen Stimme war sie eine der wenigen weißen erfolgreichen Blues- und Soullegenden und hatte mit ihrer Interpretation des Liedes „At Last“ 1961 ihren größten Hit. Aber auch das jüngere Publikum kannte sie, nachdem in den 90er Jahren ihre Songs in Werbejingles verwendet wurden.
 
Etta James erhielt zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem wurde sie 1993 in die Hall of Fame aufgenommen, erhielt 1994 den Grammy als beste Jazz-Stimme sowie 2004 und 2005 jeweils einen Grammy für das beste zeitgenössische Bluesalbum.
 
Mit dem Song „Levels“ von Avicii wurde Etta James erst vor kurzem wieder in Erinnerung gerufen, sie wird dort mit ihrem Song „Something's Got A Hold On Me“ ausgiebig zitiert.
 
Herbert Zach