Freitag, 13. März 2015

„Blurred Lines“ in 1. Instanz als Plagiat erkannt

Im ersten Prozess gegen die Songwriter Pharrell Williams und Robin Thicke wurden diese von einem Gericht in Los Angeles zu einer Entschädigungszahlung von umgerechnet 6,8 Mio. Euro an die Familie des verstorbenen Soulsängers Marvin Gaye verurteilt.

Das Gericht erkannte, dass der Song „Blurred Lines“ zum Teil Übereinstimmung mit dem Song „Got To Give It Up“ von Marvin Gaye aus dem Jahre 1977 hat, und hat deswegen diese Strafzahlung verhängt. Der Anwalt der beiden Musiker gab aber bereits bekannt, dass man das Urteil anfechten werde und so darf man schon gespannt auf die nächste Verhandlungsrunde sein.

Im Internet gibt es einen Zusammenschnitt der Songs, womit sich jeder sein persönliches Bild machen kann:


Herbert Zach

Montag, 26. Januar 2015

Demis Roussos ist tot

Der griechische Sänger Demis Roussos wurde 1946 in Ägypten geboren, entstammt aber einer griechischen Familie, die dort gelebt hat.
 
Nach Griechenland zurückgekehrt, bekam er eine musikalische Ausbildung und begann ab dem 17. Lebensjahr in verschiedenen Bands zu spielen, u. a. bei der Band „The Idols“, wo auch Evangelos Papathanassiou (später als Vangelis bekannt) mitspielte. 1967 kam er zu Aphrodite's Child, wo auch Vangelis mitspielte und wo er als Sänger und Bassist mit der Band von 1968 bis 1972 tätig war und auch drei LPs aufnahm. Dabei waren Aphrodite's Child wegen der Militärjunta in Griechenland nach Paris geflohen und hatten mit „Rain And Tears“ 1968 einen großen Hit.
 
Nach der Auflösung der Band arbeitete Demis Roussos fallweise bei Projekten mit Vangelis zusammen, begann aber bereits 1971 auch eine Solokarriere. Mitte der 70er Jahre wurde er zum Solostar, der mit Songs wie „Goodbye My Love, Goodbye“ oder „Forever And Ever“ große Erfolge feierte. Er nahm seine Platten erneut in verschiedenen Sprachen auf und feierte so weitere große Erfolge in den europäischen Ländern.
 
Mit zunehmenden Alter bekam er immer größere Gewichtsprobleme und ein Gewicht bis zu 150 kg. Mit mehreren Diäten nahm er zwar ab, bekam aber Depressionen in den 80er Jahren, was sich auch an den Veröffentlichungen seiner Platten zeigte.
 
Im Jahre 1985 war er eine der Geiseln des TWA-Fluges von Athen nach Rom, bei der das Flugzeug von den libanesischen Hisbollah entführt wurde. Nach vier Tagen wurde er in Beirut freigelassen.
 
Er blieb weiterhin aktiv und tourte noch bis ins höhere Alter, 2009 erschien sein letzten Album.
 
Am 25.01.2015 verstarb Demis Roussos in einem Spital in Athen.
 
Herbert Zach

Donnerstag, 17. Juli 2014

Nachruf auf Johnny Winter

Johnny Winter kam am 23.2.1944 in Texas zur Welt und spielte bereits in jungen Jahren mit seinem Bruder in einer Blues-Band. Markant und sein „Markenzeichen“ war sein Albinismus. 1968 stieg sein Bekanntheitsgrad durch einen Auftritt in Fillmore East sprunghaft an, so dass sich zwei namhafte Plattenfirmen um ihn stritten und er für sein 1969 erschienenes Album „Johnny Winter“ einen hohen Vorschuss bekam.
 
1969 spielte er beim legendären Festival von Woodstock mit, sein Auftritt wurde jedoch nicht im Film gezeigt, da sich sein Manager mit der Filmcrew zerstritten hatte.
 
Als Höhepunkt seiner Werke kann man das 1970 erschienene Album „Johnny Winter und live“ bezeichnen, wo er seine Stärke, bekannte Songs in Bluesmusik zu spielen, zeigen konnte.
 
Nachdem er bis 1973 Drogenprobleme hatte, feierte er mit dem Album „Still alive and well“ ein Comeback. 1977 produzierte er ein Album seines Vorbildes Muddy Waters und in der Folge brachten die beiden einige Alben heraus, die auch Grammy Awards gewannen.
 
Heroinsüchtig zog er sich von der Öffentlichkeit zurück, veröffentlichte fallweise Combebackalben und wurde in weiterer Folge 1988 in die Blues Hall of Fame aufgenommen.
 
Am 16.07.2014 starb er in einem Hotel in der Schweiz.
 
Neben seinen 18 Studio-Alben war er ein begehrter Gastmusiker bei Musikgrößen wie Rick Derringer, Muddy Waters, John Lee Hooker, Bob Dylan uvm.
 
Herbert Zach