Dienstag, 23. März 2010

Bushido unterliegt vor Gericht gegen Dark Sanctuary

Bushido hat sich, wie aus unserer Datenbank ersichtlich ist, gleich bei etlichen Songs bei der französischen Gothic-Band Dark Sanctuary bedient. Das musste denen natürlich zwangsläufig irgendwann auffallen, und so wehrten sie sich gerichtlich gegen diese Urheberrechtsverletzungen. Denn Bushido hat sich nicht nur dort bedient, sondern verschweigt auch noch seine Quelle in den Credits.

Das Landgericht Hamburg fand rechtswidrige Übernahmen von urheberrechtlich geschützten Tonfolgen in 13 Bushido-Titeln sowie 16 Samples im Original-Ton und verbot deren weitere Auswertung. Die entsprechenden Tonträger müssen nun aus dem Handel genommen werden.

Für die bisherige Auswertung der Tonfolgen sprach das Gericht der französischen Band Schadensersatz zu. Um dessen Höhe berechnen zu können, muss Bushido nun Auskunft über den Umfang der Auswertung erteilen, insbesondere also darüber, wie viel er mit den betreffenden Songs verdient hat. Außerdem muss Bushido jetzt an seiner Stelle die wahren Komponisten bei der GEMA eintragen lassen. Ihnen stehen die GEMA-Ausschüttungen zu.

Weil Bushido nicht nur fremdes Material als eigenes ausgab, sondern darüber hinaus mit fragwürdigen Songtexten versah, mit denen sich Dark Sanctuary nicht identizieren konnte, muss Bushido auch noch neben dem Schadensersatz eine Entschädigung von 63.000 EUR zahlen, denn das Gericht sah die Persönlichkeitsrechte der Bandmitglieder von Dark Sanctuary verletzt.

Quelle: juris, Nachricht zur Entscheidung LG Hamburg, 23.03.2010, Az.: 308 O 175/08, 310 O 155/08
Thomas Wagner 

Mittwoch, 23. Dezember 2009

Datenschutzbeauftragter deckt Gesetzesverstöße der GEZ auf

Der sächsische Datenschutzbeauftragte Andreas Schurig weist in seinem aktuellen Tätigkeitsbericht auf Rechtsverletzungen der Gebühreneinzugszentrale (GEZ) der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten hin.

So überschritt die GEZ ihre Kompetenzen, als sie eine sächsische Gemeinde bat, eine Liste aller Einwohner zwischen 16 und 28 Jahren zu übermitteln. Die Liste werde benötigt, weil in dieser Bevölkerungsgruppe verhältnismäßig wenig Rundfunkgeräte angemeldet seien. Die GEZ darf bei Meldebehörden Daten aber nur unter bestimmten Voraussetzungen und nur von solchen Personen erheben, bei denen tatsächliche Anhaltspunkte vorliegen, dass sie ein Rundfunkgerät zum Empfang bereithalten und dies nicht oder nicht umfassend angezeigt haben. Doch hat die GEZ einfach unzulässigerweise unter Berufung auf behauptete statistische Erfahrungswerte eine ganze Bevölkerungsgruppe unter Generalverdacht gestellt, ohne tatsächliche Anhaltspunkte zu haben.

Auch die Polizei wird missbraucht von freien GEZ-Mitarbeitern, die Bürger zu Rundfunkgerät-Anmeldungen bringen wollen, um Provisionen zu kassieren. So berichtet der Datenschutzbeauftragte beispielhaft von zwei GEZ-Mitarbeitern, die die Polizei riefen, um die Personalien des Pächters eines Kleingartens feststellen zu lassen. Als Beschäftigte des Mitteldeutschen Rundfunks sollen sie sich dabei ausgegeben haben, obwohl sie weder Behördenmitarbeiter noch Vertreter der Rundfunkanstalt gewesen seien, sondern lediglich selbständig auf erfolgsorientierter Provisionsbasis arbeiteten. Doch aus diesem Grund, so Schurig, hätten die freien Mitarbeiter der GEZ weder Anspruch auf Amtshilfe noch auf Vollzugshilfe von Seiten der Polizei. Die Beamten, die das Polizeigesetz falsch ausgelegt hatten, stellten die Personalien wunschgemäß für die GEZ fest. Schurig erarbeitete daraufhin mit der Polizeidirektion eine Handlungsanweisung für die dort beschäftigten Polizeibeamten, die klarstellt, dass entsprechenden Anfragen von Mitarbeitern der GEZ auf Unterstützung bei der Personalienfeststellung oder Ähnlichem durch die Polizei nicht entsprochen werden darf.

Quelle: 14. Tätigkeitsbericht des Sächsischen Datenschutzbeauftragten vom 16.12.2009, S. 44, 75.
Thomas Wagner

Dienstag, 27. Oktober 2009

Neues Interview mit Stephanie O'Hara & VERLOSUNG!

Die Sängerin des Dance-Projekts Harajuku, Stephanie O'Hara, gab uns ein erneutes Interview und hatte diesmal handsignierte CDs für Euch im Gepäck!

Rund fünf Jahre ist es schon wieder her, dass du uns Rede und Antwort gestanden hast. Damals hast du uns erzählt, dass du überwiegend Dance-Cover-Versionen von Songs aus Musicals und Disney-Filmen gemacht hast, dir aber auch vorstellen könntest, mal 70er- und 80er-Jahre-Songs zu singen.

Kam es inzwischen dazu? Wie hast du dich musikalisch in den letzten Jahren entwickelt?


Durch illegale Downloads geht es der Musikbranche immer schlechter. Das bekomme ich natürlich auch zu spüren. Plattenlabels gehen kein großes Risiko mehr ein.

Meine Produzenten und mein Plattenlabel haben daher mit mir sehr lange überlegt, wie es mit Harajuku weiter gehen soll.

Wir haben uns zum Schluss entschieden, einen neuen Schritt zu gehen und uns von den Musical- und Disney-Songs erstmal zu verabschieden und ein Album mit Cover-Versionen zu produzieren, wo für jeden was dabei ist. Es handelt sich beim neuen Album um Cover-Versionen, wo die Originalsongs aus verschiedenen Jahrzehnten bis heute released wurden, also ein sehr breites Spektrum. Ich hatte während der Aufnahmezeit im Studio echt Spaß, denn alle Songs des neuen Albums sagen mir zu 100 % zu.

Der Harajuku-Sound sollte dabei aber nicht ganz verloren gehen, sondern hat eine Generalüberholung bekommen. Mir war es auch total wichtig, Harajuku nicht zu stark zu verändern, da das meine Fans bestimmt nicht wollen. Zudem sind noch ein paar Songs drauf, die für mich produziert wurden, also keine Cover-Versionen sind.

Einige Künstler wechseln im Laufe ihrer Karriere das Genre. Kannst du dir vorstellen, andere Musikrichtungen als Dance einzuschlagen?

Eine andere Musikrichtung kann ich mir im Augenblick nicht vorstellen. Ich trete ja mit meiner Dance-Crew auf und so wie es ist, liebe ich es.

Klar mache ich auch zwischendurch mal immer wieder Balladen, aber der Schwerpunkt soll weiterhin bei der Dancemusic bleiben. Dance macht gute Laune und auch wenn für viele Menschen Dance sehr kommerziell rüberkommt, so denke ich, dass diese Musikrichtung den meisten Menschen doch ein gutes Feeling vermittelt.

Welche Musik hörst du privat gerne?

Ich bin da schon sehr flexibel. Was in den Charts vertreten, ist höre ich in der Regel gerne und da ist ja auch schon 'ne ganze Menge an verschiedenen
Musikrichtungen vertreten. Ich höre mir aber auch immer noch gerne mal ein gutes Musical an. Tanz der Vampire ist da zum Beispiel einer meiner Musical-Favoriten.

Hörst du dir in deiner Freizeit auch die Lieder im Original an, die du gecovert hast, oder kannst du diese Lieder manchmal schon gar nicht mehr hören?

Natürlich höre ich mir auch gerne die Lieder im Original an. Musste ich ja jetzt in der Phase der Albumaufnahme auch immer wieder machen. Ich versuche ja bei meinen Cover-Versionen die Emotionen des Originalinterpreten mit meinen Gefühlen zu verbinden. Da ich beim neuen Album, welches Anfang 2010 erscheinen wird, auch Mitspracherechte hatte, habe ich natürlich Songs gewählt, die ich auch privat gerne höre oder hörte. Zum Beispiel "Everlasting Love" von Love Affair, aber kennen gelernt habe ich den Song damals schon als Cover-Version veröffentlicht von Sandra. Ich glaube, Sandra wollte "Everlasting Love" schon damals als Kind singen und hat es dann als Sängerin später auch sehr erfolgreich getan. Und so wie Sandra habe ich früher auch gedacht. "Everlasting Love" von Sandra habe ich früher geliebt und darum habe ich es auch nochmal aufgenommen.

Wie ist das, wenn du einen Hit hast und diesen dann immer und immer wieder performen musst: Kommt dann nicht der Zeitpunkt, wo du dieses Lied einfach nicht mehr hören kannst?

Ist mir bis jetzt noch nie passiert. "Can You Feel The Love Tonight" war ja damals meine erste Harajuku-Produktion und bis heute fragen Veranstalter danach. Daher performe ich den Song auch immer noch. Harajuku wird immer noch mit diesem Song in Verbindung gebracht und das macht mich total stolz. Den Song performe ich daher auch immer noch gerne, weil da auch immer noch sehr viel vom Publikum zurückkommt.

In welchen Ländern bist du in letzter Zeit aufgetreten? Wo hat es dir am besten gefallen und warum?

Hauptsächlich hier in Deutschland, aber auch in England. Wo es mir am besten gefallen hat? Kann ich gar nicht so sagen. Ich kann sagen, dass ich am liebsten Open Air auftrete, denn da ist die Stimmung meistens viel besser und das Publikum ist in der Regel super gelaunt und locker drauf. Aber auch Discos oder andere Events haben Vorteile. Letztendlich liegt es immer viel daran, wie die Zuschauer drauf sind. Zum Glück wurde ich noch nie ausgebuht. Der Albtraum jedes Künstlers ist ein fehlendes oder negatives Feedback.

Zu meinen Favoriten der Auftrittsorte würde ich die Städte Berlin, London, Frankfurt und Köln zählen, da ich dort sehr viele Fans habe und somit auch traumhafte Auftritte erleben durfte.

Bist du stolz, wenn du deine Musik im Radio oder bei Veranstaltungen hören kannst?

Am Anfang war das echt immer total ungewohnt, mittlerweile bin ich da total stolz drauf. Es ist ein super Gefühl, wenn man sich selber hört und sieht, wie die Menschen daran Freude haben.

Worauf dürfen sich deine Fans als nächstes freuen?

Mein neues Album wird höchstwahrscheinlich im Januar 2010 erscheinen, voraussichtlich wird der Titel "Recovered Memories" heißen, das steht aber noch nicht zu 100 % fest. Neben "Everlasting Love" werden auch Cover-Versionen von ABBA und Timbaland enthalten sein.

Ein Geheimnis kann ich noch lüften. Vor ein paar Jahren war hier in Deutschland ein deutschsprachiger Song sehr erfolgreich. Diesen werde ich auf Englisch covern.

Die Albumaufnahmen haben 18 Monate gedauert und die Produktion ist immer noch nicht abgeschlossen, da dieses Album der absolute Hammer werden soll. Mit dem Release des Albums kommen dann auch garantiert eine Menge an Auftritten und ich freue mich darauf, meine Fans wiedersehen zu können.

GEWINNSPIEL (bereits beendet!)



coverinfo.de verlost in Zusammenarbeit mit dem Management von Harajuku feat. Stephanie O'Hara fünf von Stephanie handsignierte Exemplare ihres Albums "Come back and stay".

Beantwortet hierfür folgende Frage:

In welcher Showtanzgruppe begann Stephanie O'Hara ihre Karriere als Tänzerin, bevor sie bei Harajuku Sängerin wurde?

Schickt die Antwort bis spätestens Montag, 30. November 2009, 24 Uhr MEZ, in einer E-Mail mit Eurem Namen und Eurer E-Mail-Adresse an: gewinnspiel@coverinfo.de (es gelten nachfolgende rechtliche Hinweise)!

Ablauf des Gewinnspiels: Anfang Dezember ziehen wir die fünf Gewinner unter den Einsendern der richtigen Antwort und bitten sie per E-Mail um Mitteilung ihrer Postanschrift. Diese Anschrift muss uns dann binnen einer Woche mitgeteilt werden, anderenfalls wird der Gewinn neu verlost.

Hinweis zum Datenschutz: Namen und Postanschriften der Gewinner werden an das Management von Harajuku feat. Stephanie O'Hara übermittelt. Die erhobenen persönlichen Daten werden sowohl von coverinfo.de als auch vom genannten Management, den beiden Veranstaltern des Gewinnspiels, nur für Zwecke dieses Gewinnspiels verwendet und nicht an Dritte weitergegeben.

Ausschluss von Rechtsweg und Haftung: Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Soweit der Ausschluss des Rechtsweges nicht greift, ist die Haftung für durch Fahrlässigkeit eingetretene Schäden beim Gewinnspielteilnehmer ausgeschlossen; dies gilt nicht für eventuelle Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit und für für sonstige Schäden, die auf einer grob fahrlässigen Pflichtverletzung der Veranstalter beruhen.



Nachtrag vom 06.12.2009: Die richtige Antwort auf die Gewinnspielfrage ist Street Dancer.

Thomas Wagner, Herbert Zach