Dienstag, 11. April 2017

Gitarrist J. Geils verstorben

Am 11.04.2017 verstarb mit Gitarrist John Warren Geils der Mitbegründer der in den 80er Jahren bekannten The J. Geils Band. Mit ihren Hits "Freeze Frame" und vor allem "Centerfold" stand die Band wochenlang in den Charts. Nachdem Sänger Peter Wolf die Band 1983 verlassen hatte, löste sich diese auf, spielte aber fallweise bei Konzerten wieder zusammen. John Warren Geils verstarb in Massachusetts im Alter von 71 Jahren.
 
Herbert Zach

Donnerstag, 6. April 2017

Paul O'Neill verstorben

Vielen war er nicht bekannt, trotzdem werden viele von ihm schon etwas gehört haben.
 
Paul O'Neill wurde am 23.02.1956 in New York geboren und arbeitete in seinen jungen Jahren in einer Musikproduktionsfirma, bei der u. a. Aerosmith, AC/DC, Ted Nugent, die Scorpions und viele andere unter Vertrag waren, und wurde dann in den 80er Jahren ein großer Rock-Promoter in Japan und veranstaltete dort große Rock-Festivals. Mitte der 80er Jahre verlegte er sich auf Songwriting und Produzieren von Bands (so z. B. Aerosmiths Classics Live I und II) und begann dann mit der Zusammenarbeit mit der amerikanischen Band Savatage. Nachdem er von dieser Band einige Alben (z. B. Hall Of The Mountain KingGutter Ballet) produziert hatte, begann er mit Jon und Criss Oliva vermehrt Konzept-Alben für Savatage zu schreiben und entwickelte einen eigenen Stil der Rockoper, die Savatage so unvergleichlich machte.
 
Nach der Trennung von Savatage gründete Paul O'Neill gemeinsam mit den Ex-Savatage-Musikern Jon Oliva und Al Pitrelli die Gruppe „Trans-Siberian Orchestra“ (TSO) und veröffentlichte mit dieser Band bis 2015 9 Alben. Mit wechselnden bekannten Rockmusikern wurde TSO aufgefüllt, so z. B. mit den Sängern Russel Allen, Jeff Scott Soto, Zachary Stevens, Mats Leven oder den Ex-Savatage-Mitgliedern Johnny Lee Middleton, Al Pitrelli, Chris Cafferey und vielen mehr.
 
Mit ihrem Sound gemischt aus Rock- und Klassik-Musik und vor allem ihren Weihnachtsalben mit der einzigartigen Mischung von Rockmusik und Christmas-Songs waren sie unverkennbar und nicht nur mit ihren Alben erfolgreich, sondern tourten Jahr für Jahr gleichzeitig in zwei verschiedenen Besetzungen von Herbst bis Januar gleichzeitig an der Ost- und Westküste der USA und auch bei weltweiten Konzerten.
 
Da aufgrund der zahlreichen Verbindungen zu Savatage natürlich bei den Konzerten immer wieder Savatage-Songs gespielt wurden, war man besonders gespannt auf das Wacken Open Air 2015, wo auf zwei Bühnen erst abwechselnd und später gleichzeitig TSO und Savatage (erstmalig seit 13 Jahren) aufspielten – für viele der Hinweis und die Hoffnung, Paul O'Neill würde sich wieder Savatage zuwenden.
 
Dazu wird es leider nicht mehr kommen, denn am heutigen Tage wurde auf der Facebook-Seite von TSO mitgeteilt, dass Paul O'Neill nach langer Krankheit mit nur 61 Jahren gestorben ist.
 
Herbert Zach

Sonntag, 19. März 2017

Chuck Berry ist tot

Chuck Berry wurde am 18.10.1926 in St. Louis geboren und begann schon in seiner Schulzeit mit dem Musizieren. Dann geriet er auf die schiefe Bahn und saß wegen mehrerer bewaffneter Raubüberfälle bis zu seinem 21. Lebensjahr im Gefängnis. 1951 begann er Musik aufzunehmen und hatte ein Jahr später seinen ersten öffentlichen Auftritt. 1955 machte er bei Chess Records ein Demo-Band mit dem Titel „Maybellene“, der auch veröffentlicht und ein Top-10-Hit in den Billboard-Charts wurde. 1956 nahm er seinen bekanntesten Hit „Roll Over Beethoven“ sowie andere Songs wie „Sweet little Sixteen“, „Rock And Roll Music“, „Memphis Tennessee“, „Carol“ oder „Johnny B. Goode” auf und wurde mit seinem „Duckwalk“, den er kreierte, bekannt.
 
Nachdem er wieder mit dem Gesetz in Konflikt kam, konnte er vor allem in England mit den Songs „No Particular Place To Go“ und „You Never Can Tell“ musikalisch Fuß fassen.
 
Die Beatles hatten einige seiner Songs gecovert und nun war auch Chuck Berry wieder gefragt und nach mehreren Wechseln seiner Plattenlabels gelang ihm 1970 mit dem Song „My Ding-A-Ling“ sein erster Nummer-1-Hit in den Charts, wobei der Song aber wegen sexueller Anspielungen nicht im Radio gespielt wurde. Nun hatte er seine erfolgreichsten Plattenjahre und nahm schließlich 1979 sein letztes Studioalbum auf. Er trat aber noch weiterhin mit lokalen Bands auf.
 
Anlässlich seines 90. Geburtstages kündigte er für das Jahr 2017 ein neues Album mit dem Namen „Chuck“ an. Das wurde auch schon eingespielt, allerdings wird dies wohl posthum veröffentlicht werden, denn Chuck Berry starb am 18.03.2017 in seinem Haus.
 
Chuck Berry veröffentlichte zwischen 1957 und 1979 19 Studioalben, wovon aber nur 4 in die Top 200-US-Charts kamen und nur ein Album in den Top 10 der US-Charts aufschien, seine Singles waren da wesentlich erfolgreicher.
 
Herbert Zach