Der griechische Sänger Demis Roussos wurde 1946 in Ägypten geboren, entstammt aber einer griechischen Familie, die dort gelebt hat. | |
Nach Griechenland zurückgekehrt, bekam er eine musikalische Ausbildung und begann ab dem 17. Lebensjahr in verschiedenen Bands zu spielen, u. a. bei der Band „The Idols“, wo auch Evangelos Papathanassiou (später als Vangelis bekannt) mitspielte. 1967 kam er zu Aphrodite's Child, wo auch Vangelis mitspielte und wo er als Sänger und Bassist mit der Band von 1968 bis 1972 tätig war und auch drei LPs aufnahm. Dabei waren Aphrodite's Child wegen der Militärjunta in Griechenland nach Paris geflohen und hatten mit „Rain And Tears“ 1968 einen großen Hit. | |
Nach der Auflösung der Band arbeitete Demis Roussos fallweise bei Projekten mit Vangelis zusammen, begann aber bereits 1971 auch eine Solokarriere. Mitte der 70er Jahre wurde er zum Solostar, der mit Songs wie „Goodbye My Love, Goodbye“ oder „Forever And Ever“ große Erfolge feierte. Er nahm seine Platten erneut in verschiedenen Sprachen auf und feierte so weitere große Erfolge in den europäischen Ländern. | |
Mit zunehmenden Alter bekam er immer größere Gewichtsprobleme und ein Gewicht bis zu 150 kg. Mit mehreren Diäten nahm er zwar ab, bekam aber Depressionen in den 80er Jahren, was sich auch an den Veröffentlichungen seiner Platten zeigte. | |
Im Jahre 1985 war er eine der Geiseln des TWA-Fluges von Athen nach Rom, bei der das Flugzeug von den libanesischen Hisbollah entführt wurde. Nach vier Tagen wurde er in Beirut freigelassen. | |
Er blieb weiterhin aktiv und tourte noch bis ins höhere Alter, 2009 erschien sein letzten Album. | |
Am 25.01.2015 verstarb Demis Roussos in einem Spital in Athen. | |
Herbert Zach |
Montag, 26. Januar 2015
Demis Roussos ist tot
Donnerstag, 17. Juli 2014
Nachruf auf Johnny Winter
Johnny Winter kam am 23.2.1944 in Texas zur Welt und spielte bereits in jungen Jahren mit seinem Bruder in einer Blues-Band. Markant und sein „Markenzeichen“ war sein Albinismus. 1968 stieg sein Bekanntheitsgrad durch einen Auftritt in Fillmore East sprunghaft an, so dass sich zwei namhafte Plattenfirmen um ihn stritten und er für sein 1969 erschienenes Album „Johnny Winter“ einen hohen Vorschuss bekam. | |
1969 spielte er beim legendären Festival von Woodstock mit, sein Auftritt wurde jedoch nicht im Film gezeigt, da sich sein Manager mit der Filmcrew zerstritten hatte. | |
Als Höhepunkt seiner Werke kann man das 1970 erschienene Album „Johnny Winter und live“ bezeichnen, wo er seine Stärke, bekannte Songs in Bluesmusik zu spielen, zeigen konnte. | |
Nachdem er bis 1973 Drogenprobleme hatte, feierte er mit dem Album „Still alive and well“ ein Comeback. 1977 produzierte er ein Album seines Vorbildes Muddy Waters und in der Folge brachten die beiden einige Alben heraus, die auch Grammy Awards gewannen. | |
Heroinsüchtig zog er sich von der Öffentlichkeit zurück, veröffentlichte fallweise Combebackalben und wurde in weiterer Folge 1988 in die Blues Hall of Fame aufgenommen. | |
Am 16.07.2014 starb er in einem Hotel in der Schweiz. | |
Neben seinen 18 Studio-Alben war er ein begehrter Gastmusiker bei Musikgrößen wie Rick Derringer, Muddy Waters, John Lee Hooker, Bob Dylan uvm. | |
Herbert Zach |
Donnerstag, 30. Januar 2014
Folksänger Pete Seeger verstorben
Am 27.01.2014 verstarb der berühmte Friedens- und Gewerkschaftsaktivist, Folksänger und Songschreiber Pete Seeger im 94. Lebensjahr in einem New Yorker Krankenhaus. | |
Er wurde 1919 in New York geboren, früh interessierte er sich schon für Folksongs und komponierte auch eigene Lieder, in denen er sich mit Minderheiten, den ärmeren Schichten in anderen Ländern und der Arbeiterbewegung solidarisierte. | |
1941 gründete er mit Woody Guthrie und anderen Musikern „The Almanac Singers“ und 1949 die Gruppe „The Weavers“. 1955 verweigerte er dem „Komitee für unamerikanische Umtriebe“ (eine Kommission, die Kommunisten – bevorzugt im Künstlerkreis – suchte) die Auskunft und wurde zu 10 Jahren Haft verurteilt, wovon er ein Jahr im Gefängnis saß, und wurde auch in weiterer Folge für fast die nächsten 2 Jahrzehnten von den amerikanischen Medien boykottiert. | |
1972 erschien sein Buch „The Incompleat Folksinger“, welches als Standardwerk über die amerikanische Folkmusik angesehen wird, und auch in den nächsten Jahren veröffentlichte er weitere Bücher. | |
In den 60er Jahren – der Renaissancezeit der Folkmusik – konnte er mit seinen Songs für die Gleichberechtigung der Schwarzen und Emanzipation der Arbeitenden viele Jugendliche ansprechen. Neben seiner Musik (er veröffentlichte über 100 Alben), war er politisch aktiv – unterstützte die Anti-Vietnam-Bewegung, gründete die Umweltorganisation Clearwater und nahm auch massiv gegen Ronald Reagan und George W. Bush wegen ihrer Kriege Stellung. | |
Seine bekanntesten Songs waren „Where have all the flowers gone“, „Turn! Turn! Turn“, „If I had a hammer“ oder „Kisses sweeter than wine“. Auf den Grammy Lifetime Achievement Award (1993) folgte 1996 seine Aufnahme in die Hall of Fame und er erhielt auch zahlreiche Friedenspreise. | |
Nachdem im Vorjahr nach 70jähriger Ehe seine Frau verstarb, folgte er ihr nur kurze Zeit später nach … | |
Herbert Zach |
Abonnieren
Posts (Atom)