Der Fernsehsender MTV wird ab Januar 2011 zum Pay-TV-Sender. MTV steht für Music Television. Ursprünglich war MTV ein Spartensender für Musik. MTV startete 1981 erfolgreich in den USA. 1987 begann MTV Europe, und seit 1997 produziert MTV ein eigenes Deutschland-Programm. | |
Doch die Musik sucht man auf diesem Sender heute fast vergeblich. Vielmehr laufen dort US-amerikanische Shows mit deutschen Untertiteln und Cartoon-Serien wie "Family Guy" und "South Park", die zigfach wiederholt werden. | |
MTV ist von seinem Programm so überzeugt, dass es meint, dass die Zuschauer dafür auch gerne bezahlen werden. So wird MTV im Januar 2011 aus den analogen Kabelfrequenzen verschwinden und fortan nur noch gegen Bezahlung im digitalen Kabel, per Satellit und Breitband zu empfangen sein. Von der Umstellung auf Pay TV erhofft sich MTV ein größes Wachstum dank der Unabhängigkeit von Werbung. | |
Hingegen soll der zum MTV-Netzwerk gehörende Sender VIVA ein Free-TV-Programm, also kostenlos empfangbar, bleiben. Er soll ein Musik- und Unterhaltungssender werden, der – so berichtet onlinekosten.de – "künftig erfolgreiche Formate aller Sender des Netzwerks ausstrahlen" wird. Da darf man gespannt sein, wie MTV wachsen will, wenn künftig nur noch erfolglose Sendungen dort laufen, für die der Zuschauer bezahlen soll. | |
Thomas Wagner |
Montag, 11. Oktober 2010
MTV wird Bezahlsender
Mittwoch, 18. August 2010
Keine Urheberrechtsverletzung durch McDonald's-Werbe-Jingle "Ich liebe es"
Einer Pressemitteilung des Landgerichts München I zufolge hat das Gericht heute die Klage des Komponisten der McDonald's-Werbemelodie "Ich liebe es" abgewiesen. | |
Im April 2003 beauftragte ihn eine Werbeagentur mit dem Werbejingle für eine neue weltweite Werbekampagne. Der Komponist soll nach Ablieferung einer CD mit seiner Arbeit 1500 EUR und zwei Flaschen Champagner erhalten haben. | |
Die Melodie "McDonald's – Ich liebe es", die fortan weltweit zu hören war, gehe, so der Kläger, auf ihn zurück, er habe sie aber nicht zur Veröffentlichung freigegeben. | |
McDonald's hingegen meinte, es liege dennoch keine Urheberrechtsverletzung vor, denn für den durchschnittlichen Hörer sei es nahezu unmöglich, aus dem vom Kläger geschaffenen Rap eine Tonfolge herauszuhören. Kein einziger Ton des klägerischen Werkes stimme zudem mit dem Audio-Logo von McDonald's überein. | |
Das Landgericht München I kam in seinem Urteil zu dem Ergebnis, dass der Werbemelodie die nötige Schöpfungshöhe fehle und sie daher keinen urheberrechtlichen Schutz genieße. Im Urteil heißt es: | |
"Die Kammer, die das aufgrund ihrer musikalischen Allgemeinbildung ohne Hinzuziehung eines Sachverständigen beurteilen kann, ist ... der Auffassung, dass die 'Melodie', auf die in der Produktion des Klägers der Text 'McDonalds – Ich liebe es' gerapt wird, keine persönliche geistige Schöpfung im Sinne von § 2 Abs. 1 Nr. 2 UrhG darstellt, weil ihr die hierfür erforderliche Schöpfungshöhe fehlt. ... Beide Melodiefolgen, auf die bei der Komposition des Klägers der Text "Ich liebe es" gerapt wird, sind ... so sehr von dem natürlichen Sprechduktus vorgegeben, dass sie nicht die erforderliche Schöpfungshöhe aufweisen. Was die drei Töne angeht, auf die in der Komposition des Klägers der Textteil 'McDonalds' gerapt wird, so ist diese, da sie lediglich aus einer Terz und einer Sekunde besteht, zu simpel, um die erforderliche Gestaltungshöhe zu erreichen." | |
Den Werbejingle verwenden übrigens die Songs "I'm Loving It" von Justin Timberlake und "Ich liebe es" von Dra-q. | |
Thomas Wagner |
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Dienstag, 6. Juli 2010
Gericht erkennt in "Down Under" ein Kinderlied
Wie zahlreiche Webseiten berichten, müssen die Songschreiber Colin Hay und Ron Strykert 5 % der seit 2002 für den Hit "Down Under" von Men At Work erhaltenen Tantiemen an das Musiklabel Larrikin Music abführen. Ein Gericht aus Sydney erkannte für Recht, dass der 1980 aufgenommene Song, der 1982 zum Hit wurde, teilweise auf ein australisches Pfadfinderlied namens "Kookaburra Sits In The Old Gum Tree" zurückgehe. Das Lied schrieb Marion Sinclair im Jahr 1934. Das Musiklabel, das die Rechte der inzwischen verstorbenen Komponistin innehat, hatte jedoch 60 % aller bisherigen Tantiemen verlangt. | |
Um den Flötenriff aus "Down Under" in dem Kinderlied, aus dem er angeblich stammt, wiederzuerkennen, braucht man aber etwas Fantasie: | |
Thomas Wagner |
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