Die Plattenfirma BMG hat am Montag (30.8.) ein neues Experiment gestartet. In den nächsten sechs Monaten sollen Alben in 3-facher Ausführung auf den Markt kommen. | |
Den Anfang macht das Album "Es wird Morgen" der 2raumwohnung. Das gibt es nämlich in einer Basic-, einer Standard- und einer Premium-Version. | |
Für den kleinen Geldbeutel gedacht ist die Basic-Version für 9,99 EUR. Dafür bekommt man 12 Tracks auf einer bunt bedruckten CD, jedoch ohne Booklet. Dafür liegt ein Zettel mit der Tracklist bei. Immerhin gibt es diese Ausführung in einer Plastik-CD-Hülle! Im Vergleich zu so mancher Software, die in einem viel zu großen Karton voller Füllmaterial geliefert wird, welches dazu benötigt wird, die CD-ROM in ihrer Papierhülle zu polstern, ist das doch ein Luxus! Wem das aber zu spartanisch ist, der kann ja zur Standard-Version für 12,99 EUR greifen. Aber auch hier gibt es nur eine Plastikhülle, zu der CD gibt es jedoch immerhin ein Booklet. Und die CD enthält in dieser Version zusätzlich noch ein Interview und den Videoclip zu "Spiel mit". Wer es luxuriös liebt, für den gibt es die Premium-Version für 16,99 EUR. Für dieses Geld bekommt man nämlich zusätzlich einen Pappschuber, ein umfangreiches Booklet mitsamt Gitarrenakkorden und Bonustracks. Da auch die Autohersteller Wagen in verschiedenen Preisklassen für verschieden große Geldbeutel anbieten, wolle nun BMG dieses Konzept auf den Musikmarkt anwenden. Die Basic-Version solle dabei die Hörer vom Kopieren von CDs abbringen. Schließlich seien diese nun bezahlbar, wenn man auf Booklet und Bonustracks verzichtet. Da bleibt nur die Empfehlung: Wenn Ihr schon CDs kopiert – unter gewissen Umständen ist das ja zulässig, Stichwort Privatkopie –, dann kopiert die Premium-Version: Dann lohnt sich die Investition in einen CD-Rohling umso mehr. Quellen: stern.de, sz-online. | |
Thomas Wagner |
Sonntag, 5. September 2004
Experiment der BMG: Musikalben im 3-Klassen-Modell
Sonntag, 11. Juli 2004
"Dragostea Din Tei" – Sommerhit des Jahres 2004
Ein Song entpuppt sich offenbar als Sommerhit 2004 – auch wenn man vom Wetter her wohl kaum von Sommer sprechen kann –, nämlich "Dragostea Din Tei". Aufmerksamen Radiohörern dürfte aufgefallen sein, daß immer wieder zwei verschiedene Versionen zu hören sind: nämlich meistens die von O-Zone und die von Haiducii. | |
Daß das Original von O-Zone stammt und schon 2003 veröffentlicht wurde, ist ja kein Geheimnis. Das steht schließlich schon seit 1. April 2004 in unserer Datenbank. Aufgrund der großen Bekanntheit von "Dragostea Din Tei" erscheint es jedoch angemessen, sich einmal etwas näher mit diesem Song zu beschäftigen. | |
Die Sprache, in der da gesungen wird, ist die rumänische. "Dragostea Din Tei" heißt übersetzt "Lindenblüten-Liebe" und bezieht sich auf eine rumänische Redewendung, mit der die Problematik eingebildeter Gefühlswelten beschrieben wird. Laut O-Zone-Mitglied Dan Balan, Komponist und Texter der Gruppe, handelt der Song von Sex unter Bäumen. | |
Die Frage, die sich im Rahmen der "Cover-Versionen-Problematik" stellt, ist: Wie kommt es, daß man 2003 in Deutschland diesen Song gar nicht kannte und daß plötzlich im darauffolgenden Jahr zwei Versionen gleichzeitig in den Charts auftauchten? Zeitweise teilten sich O-Zone und Haiducii die Plätze 1 und 2 der deutschen Charts. O-Zone veröffentlichten "Drogestea Din Tei" schon 2003 und boten den Song auch großen Plattenfirmen an, damit diese ihn in Westeuropa vermarkten könnten. Doch die Plattenfirmen lehnten ab; sie gingen unzutreffend davon aus, daß ein Song in rumänischer Sprache in Westeuropa keinen Erfolg haben könne. 2004 coverte Haiducii diesen Song und landete damit in den italienischen Charts. Daraufhin begannen die Plattenfirmen, nun doch O-Zones Version in Westeuropa zu vermarkten. Die Chart-Plazierungen zeigen, daß sowohl die Version von Haiducii als auch die von O-Zone in Deutschland sehr gut ankommen. | |
Nachahmer gibt es natürlich auch: Antonia und Bangman versuchen zum Beispiel, mit dem gleichen Song, jedoch mit anderem Text, noch ein paar Euro zu verdienen. Weitere Cover-Versionen von "Dragostea Din Tei" findet Ihr hier. | |
Quellen: Siebenbürgische Zeitung online, die tageszeitung (taz). | |
Thomas Wagner |
Donnerstag, 3. Juni 2004
Holzauge sei wachsam! Oder: Bands mit Verwechslungsgefahr
Eigentlich hätte die Überschrift auch "Bands, die man verwechseln kann, aber nicht soll" lauten können. Hätte ... können ..., egal! Der Fakt ist: In unserer Datenbank tauchen vermehrt Kommentare wie "britische Rock-Band" oder "amerikanische Grunge-Band" auf. Warum das denn? Da fährt man nichtsahnend auf Arbeit und hört im Autoradio: "Der nächste Song ist von Nirvana ...", und dann dudelt da ein Song, den man noch nie gehört hat. Kurt Cobains Stimme fehlt auch irgendwie. Hat sich der Radiomoderator geirrt? Nein, denn es gab noch eine zweite, seinerzeit sogar recht bekannte, britische Band namens Nirvana. Und um das Kuddelmuddel noch perfekt zu machen, haben die amerikanischen Nirvana, richtig, die mit Kurt Cobain, ihre Karriere damals als Skid Row begonnen. Moment, da gibt es aber noch die Metal-Band Skid Row und Gary Moore und Phil Lynott gründeten in den Sechzigern doch auch eine Band, die sich Skid Row nannte! Wer jetzt noch nicht verwirrt auf den Monitor guckt, kennt sich mit Musik gut aus. | |
Der Rest muß aber nicht verzweifeln [...]. Klickt [...] einfach auf "Liste mit mehrfach existierenden Band- und Interpreten-Namen", und Ihr bekommt eine kleine Liste auf den Bildschirm, in der Bands und Interpreten aufgelistet sind, die man, wie schon gesagt, verwechseln kann, aber nicht soll! Auch ähnlich klingende Bandnamen, bei denen Verwechslungsgefahr bestehen könnte, sind dort aufgeführt. Und zuguterletzt bitten wir auch hier um Mithilfe. Wenn Ihr mehrfach vorkommende Band- oder Interpreten-Namen kennt, die nicht in unserer Liste aufgeführt sind, schickt uns einfach eine kleine Mail [...]. | |
Holger Kung |
Anmerkung: Diese Liste stellen wir 2018 ein.
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